In der Gegenwart wird alles auf die multimediale Art erledigt. Selbst das Lesen findet bei vielen nicht mehr in einem Buch statt, sondern in E-Books. Der Begriff E-Books stammt aus dem Englischen und leitet sich von electronic book ab. Auf Deutsch kann man bei einem E-Book auch von einem elektronischen oder einem digitalen Buch sprechen.
Die Wiedergabe
Die Wiedergabe von E-Books erfolgt auf mehrere Arten. Prinzipiell wird bei allen Varianten versucht, nicht nur den Text des Buches wiederzugeben, sondern dieses gleichzeitig mit anderen Möglichkeiten auszustatten. So gibt es E-Books, die mit Hilfe der Maus oder der Tastatur umgeblättert werden können und somit an ein reales Buch erinnern. Natürlich beinhaltet dies auch die typischen Geräusche, die man mit dem Lesen in einem Buch verbindet. Man hört das Rascheln des Papiers und das Umschlagen der Seiten.
Gleicht dem Original
Weiterhin gibt es die digitale Kopie. Bei dieser erhält man die Möglichkeit, ein originalgetreues Buch über einen Drucker auszugeben. An diesem Buch wurde nichts verändert. Es gleicht dem Original zu hundert Prozent. Es dient lediglich der Nachbildung eines Buches in Papierform als digitale Kopie. Durch den strukturell-funktionalen Ansatz wird das Buch in eine computer- und bildschirmgerechte Form gebracht. Es wird quasi der Ausgabe auf dem Bildschirm angepasst, damit es auf diesem optimal wiedergegeben wird. Die Gliederung erfolgt anders als bei einem Buch in Papierform. Es ist außerdem nicht notwendig, dass letzteres als Vorlage vorhanden ist. Solche E-Books werden direkt für die digitale Verarbeitung und Wiedergabe konzipiert.
Woher stammt das E-Book?
Die E-Books führten lange Zeit ein Leben in der Grauzone. Fakt ist, dass bereits zu Beginn der 1980er Jahre Ideen für E-Books in großer Menge vorhanden waren, aber nicht umgesetzt werden konnten bzw. wurden. Das erste E-Book stammte aus dem Hause Bertelsmann. Bekannte Nachschlagewerke wurden Mitte der 1990er-Jahre als CD-ROM auf den Markt gebracht. Die Globalisierung und das Wirtschaftswachstum sorgten dafür, dass die E-Books in den darauffolgenden Jahren immer populärer wurden. Ferner entwickelte sich ein Untergrundforum Ebook. Für das Lesen von E-Books sind entsprechende Lesegeräte vonnöten – zumindest, wenn man das E-Book in einer perfekten Form haben möchte. Der PC und der Laptop bringen ebenfalls die Voraussetzungen mit, ein E-Book wiedergeben zu können, sind allerdings häufig unhandlicher.
E-Book-Ausgaben
Derzeit finden sich als E-Book-Ausgaben hauptsächlich Fachbücher und Belletristik. In Deutschland gibt es mehrere Anbieter von E-Books. Thalia, Ebozon und Libreka gehören unter anderem dazu. Der Umsatz von E-Books macht etwa 6 Prozent des Absatzmarktes aus. Mehr als die Hälfte der Fachbücher sind inzwischen als E-Books erhältlich. Bei der Belletristik sind es etwa 35 Prozent. Letztere profitiert von der Variante des E-Books hauptsächlich aus dem Grund, dass alte Auflagen so eine Neuauflage erfahren. Die E-Books können entsprechend ihrer Form auf verschiedene Art bezogen werden. Es ist nicht immer notwendig, dass E-Books erworben werden müssen, man kann sie beispielsweise auch mieten. Weiterhin gibt es nichtkommerzielle oder freie Anbieter. Bei diesen werden die E-Books kostenlos zum Download bereitgestellt. Es sind zumeist Literaturwerke, bei denen das Urheberrecht abgelaufen ist. Bei der Mietvariante der E-Books ist ein Internetanschluss zwingend erforderlich. Über diesen wird das E-Book für eine gewisse Zeit zur Verfügung gestellt.
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